SZ 06.07.2026
13:37 Uhr

(+) Fußball-WM: Die Rote-Karten-Affäre ist viel mehr als eine Rote-Karten-Affäre


Alles nur ein kleines Schurkenstück um einen Platzverweis für einen amerikanischen Kicker? Mitnichten, hier offenbart sich, was Präsident Donald Trump mit der Weltordnung anrichtet.

(+) Fußball-WM: Die Rote-Karten-Affäre ist viel mehr als eine Rote-Karten-Affäre
Sie funktionieren nach ihren eigenen Regeln: US-Präsident Donald Trump und Fifa-Chef Gianni Infantino im August 2025 im Weißen Haus. Jacquelyn Martin/AP

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet die Fußball-WM im (noch immer) nicht wirklich fußballaffinen Amerika lässt in Regierungszentralen rund um den Globus die Alarmglocken schrillen – oder wahlweise die Champagnerkorken ploppen, je nach demokratischer oder eben nicht so demokratiefreundlicher Einstellung. Klar, Fußball ist immer – auch – politisch, bisweilen hochpolitisch, wie der Kanzler mit seinem verunglückten Social-Media-Post zum Ausscheiden der noch unglücklicher als er agierenden deutschen Elf erfahren musste. Sogar Kriege wurden schon geführt aus Anlass von Fußballspielen, wie 1969 zwischen Honduras und El Salvador.

Der wichtigste Stürmer des US-Teams sieht die rote Karte, aber die Fifa nimmt seine Sperre zurück – offenbar nach einem Anruf von Donald Trump persönlich. Jetzt geht es bei der WM „um die Integrität des Fußballs“.

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