SZ 01.05.2026
13:30 Uhr

(+) Fußball-Weltverband: Sobald Infantino Dinge nicht mit Geld regeln kann, wird es sofort peinlich


Der gescheiterte palästinensisch-israelische Handschlag zeigt, wie sportpolitisch ungeeignet die Fifa und Präsident Gianni Infantino agieren. Sein Argument sind immer neue Millionen – doch die sind nicht so sicher, wie es scheint.

(+) Fußball-Weltverband: Sobald Infantino Dinge nicht mit Geld regeln kann, wird es sofort peinlich
Da hilft alles Zureden vom Fifa-Präsidenten Gianni Infantino nichts: Palästinas Fußball-Chef Dschibril Radschub (rechts) will seinem israelischen Fußballkollegen nicht die Hand reichen. Jennifer Gauthier/Reuters

Die Gedankenleere eines Fifa-Kongresses ist unter Gianni Infantino weit fortgeschritten, eigentlich kaum mehr zu unterbieten. Und doch wurde beim 76. Treffen in Vancouver eine neue Bestmarke erreicht: das geistige Vakuum! Hohler denn je verlief der globale Kicker-Konvent, Fußballaballa mit Brustklopfen und gorillahaftem Finanz-Geprotze, serviert in einem Zahlen- und Phrasensalat, der zuweilen sogar den Dauerredner Infantino selbst sedierte. Noch bei der Verkündigung der Kaffeepause applaudierten die Delegierten mechanisch.

Der umstrittene Präsident Gianni Infantino kündigt auf dem Fifa-Kongress an, im nächsten Jahr erneut zu kandidieren. Doch der Tagesordnungspunkt zum Israel/Palästina-Konflikt läuft anders als geplant.

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