SZ 23.06.2026
11:35 Uhr

(+) Leute: „Jetzt will ich nicht mehr nackt sein“


Madonna hält das Tragen von Kleidung inzwischen für die größere Provokation. Tom Kaulitz macht sich Sorgen um Sachsen-Anhalt. Und Prinz Haakon spricht über seinen steinigen Weg zum Sport.

(+) Leute: „Jetzt will ich nicht mehr nackt sein“
Inzwischen wieder vollauf Unterstützerin der baumwoll-, polyester- und seidenstoffverarbeitenden Gewerbe: die bekleidete Madonna. Evan Agostini/AP/dpa

Madonna, 67, Sängerin, sieht Nacktheit nicht mehr als Provokation. „Jetzt will ich nicht mehr nackt sein, weil alle nackt sind“, sagte sie dem Interview Magazine. „Ich will das tun, was andere nicht tun, nämlich nachdenken und Kleidung tragen.“ Madonna hatte vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren mit für damalige Zeiten ungewöhnlich freizügigen Auftritten für Aufsehen gesorgt. Heute seien die Menschen „aufgeschlossener gegenüber Frauen, die provokante Dinge tun“, sagte sie. „Sie sind aufgeschlossen gegenüber nackten Frauen.“ Ärgerlich finde sie „engstirnige Menschen“, die sie verurteilten, „bevor sie sich überhaupt informieren“. Sie mache viele provokante Dinge, „aber dahinter steckt immer ein Grund, und niemand macht sich die Mühe, dem auf den Grund zu gehen – da könnte man fast den Glauben an die Menschheit verlieren“, sagte sie. „Aber man merkt schnell, dass viele Menschen nicht kritisch denken.“

Tom Kaulitz, 36, Musiker, ist besorgt über die politische Lage in seiner Heimat. „Die Entwicklung in Sachsen-Anhalt finde ich natürlich kritisch und nicht schön zu sehen“, sagte er bei Magenta TV. In dem Bundesland, in dem er viele Jahre seiner Kindheit verbrachte, steht die AfD derzeit in Umfragen bei rund 40 Prozent. Im September wird ein neuer Landtag gewählt. Über das eigene Erleben in seiner Kindheit und Jugend mit seinem Zwillingsbruder Bill sagte er: „Wir haben viel Erfahrung mit rechts gemacht, auch mit extrem rechts.“

Haakon, 52, norwegischer Kronprinz, wurde trotz ausdauernden Protestes zum Ausdauersport gebracht. Dem norwegischen Nachrichtenportal „Seher“ sagte er, dass die von seiner Mutter, Königin Sonja, 88, angestoßenen Ausflüge und Orientierungsläufe in seiner Kindheit auf seinen Widerstand getroffen seien. „Als Kind mochte ich den Ausdaueraspekt nicht besonders“, sagte er. Das habe sich inzwischen aber geändert. „Heute gehe ich für mein Leben gern spazieren, laufen und Ski fahren“, sagte Haakon. Lachend fügte er dem Bericht zufolge hinzu: „Meine Mutter hat also gewonnen.“ Heute zählten Gebiete wie Vestmarka, Solli und das Semsvannet zu seinen Favoriten. Auch Mannschaftssport wie Fußball würde zu seinen liebsten Sportarten gehören.

Anselm Grün, 81, Benediktinerpater, beteiligt sich nicht an der Hetze gegen Hitze. Er halte es für sinnvoll, die äußeren Umstände bei den hohen Temperaturen auszublenden. „Also nicht zu jammern, sondern einfach meinen Weg zu gehen und bei mir selbst zu bleiben“, sagte er dem Portal katholisch.de. „Dann stört mich die Hitze nicht mehr ganz so sehr.“ Sein schwarzes Ordensgewand werde in der Sonne schnell warm, sagte Grün. Er versuche deshalb, sich möglichst viel im Haus aufzuhalten. Im Sommer trügen er und seine Mitbrüder unter dem Habit eine kurze Hose. Etwas Luft an den Beinen sorge durchaus für etwas Kühlung.

Seit Jahrhunderten wird in Eton die Upperclass ausgebildet, nun auch bald der voraussichtlich übernächste König. Die Schule gilt als Kaderschmiede der Privilegierten – Kritiker sagen: als Ursache all dessen, was in der Gesellschaft falsch läuft.

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