SZ 21.09.2026
11:20 Uhr

(+) Medizin: Phagentherapie: Hilfe für Patienten, denen kein Antibiotikum mehr hilft


Bakterien lassen sich nicht nur mit Antibiotika bekämpfen, sondern auch mit kleinen Viren, den Bakteriophagen. Wegen der Ausbreitung resistenter Keime erhält die Therapie in Deutschland jetzt Schwung. Erste Behandlungserfolge gibt es schon.

(+) Medizin: Phagentherapie: Hilfe für Patienten, denen kein Antibiotikum mehr hilft
Ein Bakteriophage mit Kopf, Schwanz und Schwanzfasern – mehr als 200 000-fach vergrößert.
Foto: Lee D. Simon/Mauritius Images /Science Source

Der Feind ist winzig und zugleich gigantisch gefährlich. Gleich mehrmals sagt Richard H., er sei einfach nur verzweifelt, wenn er am Telefon von seiner Erkrankung erzählt. Bakterien haben seine Prostata befallen, seit Jahren wüten sie da schon. Und wenn der 76-Jährige aus Franken die Entzündung nicht in den Griff bekommt, werden die Keime womöglich in die Blutgefäße übertreten, das befürchten auch H.s Ärzte. Dann droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung. „Ich hatte schon mit 20 die erste Prostata-Entzündung, habe immer wieder Antibiotika dagegen verschrieben bekommen“, sagt H. „Jetzt hilft kein Antibiotikum mehr.“

Kinderhaut ist gegenüber Hitze extrem empfindlich. Viele Eltern ahnen gar nicht, dass selbst am Frühstückstisch Gefahr für ihre Kinder droht. Wie sich Unfälle verhindern lassen und was im Ernstfall zu tun ist. Fragen an den Kinderchirurgen Joachim Suß.

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