SZ 16.06.2026
13:17 Uhr

(+) Nachruf: Mandelas Mozart


Von Kapstadt über New York nach Prien am Chiemsee: Das Leben des großen Jazz-Pianisten Abdullah Ibrahim war eine Reise – und er schaffte es, immer am exakt richtigen Ort zu sein. Nun ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.

(+) Nachruf: Mandelas Mozart
Abdullah Ibrahim bei einem Konzert in Potsdam im Jahr 2011. Gabsch/imago images/POP-EYE

Um Johann Sebastian Bach zu spielen, seien seine Hände leider immer zu groß gewesen, erzählte Abdullah Ibrahim einmal. Und selbst dem gewaltigsten Konzertflügel zeigten seine Finger mit ihrer Spannbreite schnell die Grenzen auf. Wenn Ibrahim am Klavier saß, in den letzten Jahrzehnten immer öfter als Solist, schien jegliche Idee von räumlichen und zeitlichen Limits bloß zu stören.

Die New Yorker Künstlerin hat die Art und Weise, wie man die menschliche Stimme in der Musik einsetzt, revolutioniert. In Essen versprüht sie den Geist der Utopie – und bringt Studierende zum Tanzen.

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