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04.09.2026
03:10 Uhr
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Erneut wird nahe eines Umspannwerks ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Und: Es gibt ein Bekennerschreiben.

Nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstands an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf geht die Polizei von einem Sabotagedelikt aus. Den Ermittlern liege ein Bekennerschreiben vor, in dem auch andere – schon öffentlich bekannte – Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erwähnt seien, sagte ein Sprecher der Polizei Köln der Deutschen Presse-Agentur.
Die Untersuchungen an dem verdächtigen Gegenstand, den ein Spaziergänger am Donnerstagabend an dem Umspannwerk in Dormagen entdeckt hatte, seien bisher nicht abgeschlossen. Möglicherweise handle es sich dabei um eine „verdächtige Abschussvorrichtung“, sagte der Sprecher in der Nacht.
Ein mutmaßlicher Anschlag auf ein Umspannwerk legt Braunkohlekraftwerke in der Nähe von Köln lahm. Der NRW-Innenminister spricht von einem Angriff auf Deutschland.
Beamte überprüften an weiteren Umspannwerken in umliegenden Regionen, ob dort ebenfalls verdächtige Gegenstände platziert worden seien, sagte der Polizeisprecher. Momentan seien mit Ausnahme des Umspannwerks in Bergheim westlich von Köln keinerlei Schäden festgestellt worden. Dort waren am Dienstag Kabel über die Oberleitung befördert worden, wodurch es zu einem Kurzschluss kam. Im Nachhinein wurden mehrere Abschussvorrichtungen entdeckt.
Einen ähnlichen Vorfall hatte es wenige Stunden zuvor in Südbrandenburg gegeben. Dort war am Dienstagmorgen nahe dem Kraftwerk Jänschwalde mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung der Höchstspannungsleitungen gelenkt worden. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen hierfür wurden gefunden. Zu einem Stromausfall kam es laut Netzbetreiber nicht. Die Ermittler hatten mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass die Vorfälle in Bergheim und Jänschwalde auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen sind.
Zu den in diesem Jahr gezählten Fällen gehören manipulierte Stromleitungen und Bahntrassen, aber auch geplante Brandanschläge. Das geht nach Recherchen von NDR, WDR und SZ aus einer internen BKA-Analyse hervor.
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