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11.08.2026
15:00 Uhr
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Die Christdemokraten beschwören noch immer gern ihre Unvereinbarkeit mit der Linken. Aber in Sachsen-Anhalt dürfte diese Doktrin demnächst scheitern, wenn man ein größeres Übel verhindern will.

Die Linke im Wahlkampf in Köthen, Sachsen-Anhalt. Maryam Majd/REUTERS
Das Dilemma des Regierens in unruhigen Zeiten hat kürzlich Tim Klüssendorf beschrieben. Der Generalsekretär der SPD sagte, seine Partei habe bei der zurückliegenden Bundestagswahl 16 Prozent erzielt und gehöre damit eigentlich in die Opposition. Weil die Mehrheitsverhältnisse im Bund aber nichts anderes zuließen, regiere die SPD nun mit der Union. Das sei mühselig, aber immer noch besser, als der teils rechtsextremistischen AfD das Feld zu überlassen: „Dann mach' ich lieber noch mal einen Kompromiss mit der Union, als denen ein Stück Macht zu geben.“
Ulrich Schneider, Linken-Politiker und früherer Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, klagt: Die Pläne der Bundesregierung machten acht Millionen Menschen noch ärmer, als sie schon sind.
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