SZ 11.06.2026
07:43 Uhr

(+) Pop: Gottvertrauen in die irdische Liebe


Helene Fischer startet in Dresden ihre Stadiontour. Und gibt dem Publikum, was die politischen Diskurse der Gegenwart und die wild ums Chaos herumredenden Talkshows nicht mehr bieten können.

(+) Pop: Gottvertrauen in die irdische Liebe

Am Anfang des Konzerts kam Helene Fischer auf die Bühne geflogen. Und zum Schluss – so viel sollte man verraten dürfen, ohne irgendwem zukünftige Abende zu ruinieren – flog sie auch wieder von ihr weg, neuen Abenteuern entgegen. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil die meisten anderen Stars bei ihren Auftritten immer noch zu Fuß von der Seite her einlaufen, über hohe Treppen herabkommen oder aus dem Boden hochfahren, als wären sie Pilze oder Maulwürfe. Helene Fischer dagegen flog ein, nicht wie ein Vogel oder ein kompliziertes Insekt, sondern wie eine Superheldin. Aufrecht, vom Stahlseil gesichert, mit wehenden Haaren. Eine Windmaschine aus Alu und Schrauben braucht sie nicht, solange der echte Wind ihrem Willen gehorcht.

Deutsche Musikproduzenten, die in den USA erfolgreich sind? Sehr unwahrscheinlich. Eine Begegnung mit „Kitschkrieg“, denen das gerade trotzdem einfach gelingt.

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