SZ 14.07.2026
11:49 Uhr

(+) Pop: „Schhhh!“


Die „Pet Shop Boys“ geben in Berlin ein winziges, intimes Clubkonzert. Es ist großartig schön und es zeigt: Die Traurigkeit hält die Menge als Kitt noch dichter zusammen als die Euphorie.

(+) Pop: „Schhhh!“

Nadia, Kinderbuchautorin aus Brighton, ist nur für heute Abend nach Berlin gereist. Eigentlich wollte sie die Pet Shop Boys im April in London sehen, als sie ihr Spezialprogramm schon einmal aufführten, für tausend Leute pro Abend im Electric Ballroom – ein irrer Gedanke bei einer Band, die sonst Arenen ausverkauft. Aber damals hatte ihre Freundin Sali keine Zeit, Beauty-Kolumnistin des Guardian, und deshalb sind sie jetzt hier. Im schwitzverklebten ersten Stock am Hermannplatz, der als Konzertsaal den rätselhaften Namen Huxleys Neue Welt trägt.

Blumige Mordmetaphern, der Flow eines quirligen Jazz-Trompeters: Wer in diesem Jahr nur einen neuen Lieblingsrapper entdecken möchte, sollte sicherstellen, dass es sich um Prof handelt.

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