SZ 20.03.2026
12:08 Uhr

(+) Psychiatrie: Keine Angst vor Zauberpilzen


Die wichtigste deutsche Studie zu Psilocybinen stärkt die Vermutung, dass Psychedelika gegen Depressionen helfen. Hätte man allerdings schon vor 50 Jahren wissen können.

(+) Psychiatrie: Keine Angst vor Zauberpilzen
Auch in deutschen Wäldern wachsen Zauberpilze. Für medizinische Zwecke wird ihr Wirkstoff heute synthetisch hergestellt. Georg Müller/Pilzepilze.de/dpa

Manche, selbst die New York Times, hatten eine Revolution in der Psychiatrie vorhergesagt. Ist ja auch eine so schöne Geschichte: Seit Langem verbotene Substanzen, Psychedelika wie LSD, Ayahuasca, Ecstasy oder Zauberpilze – Hippiedrogen! – werden von mutigen Wissenschaftlern wiederentdeckt, die gegen manchen Widerstand die heilende Wirkung dieser Stoffe erkunden. Diese entpuppen sich als neue Wunderheilmittel gegen Angst, Depression und Sucht. Tatsächlich zeigten erste Studien auch in ernst zu nehmenden Fachzeitschriften vor rund zehn Jahren faszinierende Ergebnisse: hohe Remissionsraten, manche Heilung über Nacht. Die New York Times hätte mal besser auf das Studiendesign schauen sollen: sehr wenige Probanden, keine Kontrollgruppen. Der Hype um die Substanzen war nie gerechtfertigt, hat aber große Hoffnungen geweckt.

Nachhilfe von Drachen: Die Hinweise häufen sich, dass Psychedelika gegen psychische Erkrankungen helfen könnten. Können viele verzweifelte Patienten nun endlich auf Hilfe hoffen?

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