SZ 07.07.2026
14:51 Uhr

(+) Rechtsextremismus: NSU-Dokuzentrum droht das Aus


Die Bundesregierung wollte die Verbrechen der Terrorgruppe an einem Erinnerungsort aufarbeiten. Doch im Haushaltsentwurf für 2027 sind keine Mittel mehr dafür vorgesehen. Die Grünen sprechen von einem „fatalen Signal“.

(+) Rechtsextremismus: NSU-Dokuzentrum droht das Aus
Demonstranten protestieren am Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München für die weitere Aufarbeitung der Verbrechen der Terrorgruppe. Stephan Rumpf

Die Bundesregierung gibt zumindest vorerst ihren Plan auf, die Mordserie des rechtsterroristischen NSU in einem Dokumentationszentrum aufzuarbeiten. In dem von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegten Haushaltsentwurf für 2027 sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung entgegen früheren Planungen keine Mittel für das Projekt vorgesehen. Allerdings spielte das Vorhaben bei den Haushaltsberatungen dem Vernehmen nach auch keine explizite Rolle. Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass das im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbarte Projekt durch die aktuelle Sparpolitik erschwert oder gar grundsätzlich infrage gestellt werden könnte.

Der Saal A101 im Münchner Strafjustizzentrum ist ein Ort deutscher Rechtsgeschichte. Hier wurden auch die Attentäter des NSU zur Verantwortung gezogen. Unsere Autorin hat viele Jahre von dort berichtet. Eine persönliche Erinnerung.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: