|
21.08.2026
14:50 Uhr
|
Der Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl verkaufte früher Düfte - und nun ein faschistisch riechendes Wahlprogramm. In manchem erinnert er an Donald Trump. Und er zeigt auch bereits, was er gelernt hat von ihm.

Früher brachte er Wellness-Öle an den Mann, heute ein faschistisch riechendes Wahlprogramm: Ulrich Siegmund, 35, der Ministerpräsident werden will. Heiko Rebsch/dpa
Das waren noch Zeiten, als Alexander Gauland das mürrische Gesicht der AfD war. Der damalige Parteichef verharmloste Hitler und die Nazis zwar als Vogelschiss in der tausendjährigen deutschen Geschichte, aber wenigstens war Gaulands Außendarstellung auch sonst schwierig. Er wirkte wie jemand, der selbst in einem tausendjährigen Leben immer dieselbe Hundekrawatte tragen würde. Das hatte einerseits etwas Beruhigendes, weil es die Grenzen der AfD aufzeigte. Andererseits zeichnete sich schon 2017 ab, dass ein mitreißender Verkäufer geeignet wäre, Deutschlands Rechtspopulisten noch deutlich weiter zu bringen.
Wenn der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt Wahlkampf macht, stehen die Leute verzückt an für ein Selfie mit ihm. Klima, Rente, wie es weitergeht? Egal. Er verkauft hier ein Gefühl, von Remigration muss er da gar nicht reden.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: