SZ 15.06.2026
17:48 Uhr

(+) Sicherheitsbedenken in Bayreuth: „Wer soll diese Begründung bitte glauben?“


Die Bayreuther Festspiele planten zu ihrem 150. Geburtstag eine Gedenkveranstaltung samt Rede von Michel Friedman zum Thema Wagner und Antisemitismus. Nun wurde der Termin abgesagt – und man fragt sich: Was ist da passiert?

(+) Sicherheitsbedenken in Bayreuth: „Wer soll diese Begründung bitte glauben?“

Für die Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 26. Juli hatte sich die Leitung des Hauses auf dem Grünen Hügel etwas ganz Besonderes ausgedacht. Schließlich jährt es sich in diesem Sommer 2026 zum 150. Mal, dass Richard Wagners Musik erstmalig in jenem Festspielhaus erklang, das der Komponist noch zu seinen Lebzeiten in Oberfranken hatte errichten lassen. Damals, im August 1876, spielte man den kompletten „Ring des Nibelungen“ und paukte die erste Gesamtaufführung des Mammutwerks zügig durch: drei Tage plus einen Vorabend, mehr brauchte man dafür bei den ersten Festspielen nicht.

Das Land bröselt, mosert – und nicht mal die anderen glauben mehr daran, dass man hier noch zu irgendwas in der Lage ist. Die große Frage ist: Wie findet diese Republik zurück zu sich selbst? Ein paar schmerzhaft-optimistische Ideen.

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