Wenn Sophie Brocas zu den Franzosen spricht, und das tut sie seit einer Woche sehr regelmäßig, hört sich das nicht so an, als rede da eine hohe Beamtin, eine Präfektin der Republik. Ihre Sprache ist metaphorisch, eingängig, nie hölzern, nie technokratisch. Die Feuer, die sich durch ihr Zuständigkeitsgebiet im Südwesten Frankreichs fressen, durch die Landes und die Gironde, nennt sie „Monster des Sommers“, „unberechenbar und unersättlich“. Sprache ist ihr wichtig, sie schreibt nebenbei Romane. Fünf sind es jetzt schon.
