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13.10.2026
17:57 Uhr
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Frankreichs Regierung gibt zehn Millionen Barrel Öl und Diesel aus staatlichen Reserven günstig ab, um die Preise an der Zapfsäule zu senken. Ob das die neue Protestwelle stoppt, die sich über das Land ausbreitet?

Diesel-Zapfhahn an einer Tankstelle in Paris: Premierminister Sébastien Lecornu verspricht eine Entlastung von „rund zehn Euro“ pro Tankfüllung.
Charlotte Siemon/AFP
Wie lassen sich die Spritpreise senken, ohne dass es den Staat etwas kostet? Weil Frankreich unter hohen Staatsschulden leidet und massiv sparen muss, zapft die Regierung nun ihre Reserven an. Über drei Monate hinweg, bis Ende Januar, sollen nach und nach insgesamt zehn Millionen Barrel Rohöl und Diesel aus strategischen Reserven freigegeben werden. Diese Lagerbestände wurden vor dem Beginn des Irankriegs im Februar angekauft, nach Angaben aus Regierungskreisen zu einem Preis von 28 Cent pro Liter. Also spürbar unter dem aktuellen Marktpreis für Rohöl von knapp 60 Cent.
Frankreich zahlt höhere Zinsen für seine Anleihen als das einstige Krisenland Griechenland, die globalen Staatsschulden liegen auf Rekordniveau. Es droht ein Showdown zwischen Politik und Finanzmärkten – mit ungewissem Ausgang.
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