|
30.06.2026
20:04 Uhr
|
Den tödlichen Schüssen in Stade ging offenbar die Inobhutnahme des Babys durch das Jugendamt voraus - ein Arzt soll ein Schütteltrauma bei dem Kind vermutet haben. Gegen den Tatverdächtigen ist Haftbefehl erlassen worden.

Den tödlichen Schüssen in einem Mutter-Kind-Heim im niedersächsischen Stade gingen offenbar eine Inobhutnahme eines Säuglings durch das Jugendamt sowie juristische Auseinandersetzungen der Eltern mit der Behörde und mit einer Klinik voraus. Ein 45-jähriger Mann aus der Nähe von Hannover hatte am Montag in der Einrichtung in Stade um sich geschossen und sechs Menschen getötet. Am Dienstagabend erließ das Amtsgericht Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen. Der Fall hatte bundesweite Reaktionen ausgelöst, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich „erschüttert bis ins Mark“.
Es passiert allein in München im Durchschnitt zwei Mal jeden Tag: Das Jugendamt nimmt Kinder und Jugendliche in Obhut - weil ihnen von den Eltern Gefahr droht. Wie entscheidet man über das Leben eines jungen Menschen?
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: