Glücklich derjenige, dem beim Wort Sparplan zuerst das eigene Vermögen einfällt und die Möglichkeiten, es zu mehren. Um solche individuellen Sparpläne für die Finanzen geht es aber nicht, wenn in Unternehmen über einen Sparplan gesprochen wird. Hingegen steigt dann sofort das Sorgenlevel der Mitarbeiter. Denn hier sollen Firmen Kosten sparen, um mehr Gewinn zu erzielen (manchmal auch: um überhaupt Gewinn zu erzielen), was vor allem Eigentümern und Aktionären mehr Geld verschafft. Ein echter Sparplan beinhaltet oft Entlassungen und Produktionsstätten, die dichtmachen sollen. So aktuell bei Volkswagen. Ein echter Sparplan ist im Unternehmen zudem meist verhasst. Und entgegen weitverbreiteter Annahmen macht er auch den Chefinnen und Chefs selten Freude (Ausnahmen bestätigen die Regel). Er kann ihnen schließlich schaden. Wenn etwa ein Chef immer dann greifbar ist, wenn Kosten gesenkt werden sollen, aber nur selten, wenn es ums Produkt geht, dann wird die Sympathie nicht mit ihm sein. Was nicht heißt, dass Sparpläne nicht oft notwendig, ja, sogar sinnvoll sind. Die besten Sparpläne sind meist die, die nicht einfach nur auf das Mantra Sparen setzen, sondern aus der Notwendigkeit zu sparen etwas machen, das in die Zukunft weist. Darüber könnte auch VW-Chef Oliver Blume mal nachdenken.
