Der deutsche Schauspieler und Musiker Ralf Richter ist tot. Das teilten sein Sohn Maxwell Richter und seine Agentur auf Instagram mit. Richter spielte unter anderem in den bekannten Filmklassikern „Das Boot“ und „Bang Boom Bang“ mit.
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15.09.2026 17:49 Uhr |

Der deutsche Schauspieler und Musiker Ralf Richter ist tot. Das teilten sein Sohn Maxwell Richter und seine Agentur auf Instagram mit. Richter spielte unter anderem in den bekannten Filmklassikern „Das Boot“ und „Bang Boom Bang“ mit.
„In der vergangenen Nacht ist unser Vater, Ralf Richter, verstorben. Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben“, heißt es in der Nachricht des Sohnes. „Für viele von euch war er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, das Menschen über viele Jahre begleitet hat. Für uns war er vor allem eines: unser Vater. Wir können im Moment kaum Worte dafür finden, was sein Tod für unsere Familie bedeutet“, schreibt Sohn Maxwell zusammen mit seiner Schwester Aline weiter.
Seine Agentur HB-Management schreibt über ihn: „Ralf war ein Charakterkopf mit markanter Stimme und unverwechselbarem Look – auf der Leinwand und Bühne oft rau, kantig und kraftvoll. Im Leben aber hatte er das Herz am rechten Fleck und stets einen wachen Blick für die Menschen um sich herum, ganz besonders für seine Familie.“
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Ralf Richter wurde am 17. August 1957 in Essen geboren. Zusammen mit sechs Brüdern und einer Schwester verbrachte Richter seine Kindheit in einem typischen Arbeiterviertel in Bochum. Später spielte er – teilweise ironisch überzeichnet – mit seinem Image als Ruhrpott-Prolet vor der Kamera.
Nach dem Schulabschluss erlernte er zwischen 1973 und 1975 zunächst den Beruf des Schreiners. Danach nahm er ein zweijähriges Studium an der Westfälischen Schauspielschule Bochum auf. Gleichzeitig half er im Bauunternehmen seines Vaters mit. Die Schauspielausbildung schloss Richter allerdings nicht ab, weil er nach zwei Jahren als „nicht ausbildungsfähig“ eingestuft wurde.
Seine ersten kleineren Bühnenauftritte erhielt Richter trotz der abgebrochenen Ausbildung an der Freien Volksbühne Berlin sowie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Im Fernsehen war er zunächst in Nebenrollen in zwei „Tatort“-Folgen zu sehen, die 1980 und 1981 ausgestrahlt wurden. Schon kurz darauf gelang ihm der Durchbruch: In Wolfgang Petersens 1981 erschienenem und äußerst erfolgreichen Kriegsdrama „Das Boot“ spielte er den Zentralemaat Frenssen. Der Film basiert auf einem Roman von Lothar-Günther Buchheim.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitete er außerdem als Sänger und Restaurantbetreiber. Richter wurde 69 Jahre alt.
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