SZ 02.07.2026
15:22 Uhr

Gesundheitspolitik: „Es wird politisch quasi nichts unternommen, um Patienten mit Adipositas zu helfen“


Medizinisch ist längst klar, dass Adipositas eine ernsthafte Erkrankung ist. Doch wegen eines Paragrafen im Sozialgesetzbuch erstatten die Krankenkassen wirksame Behandlungen nicht. Dagegen regt sich jetzt Protest.

Gesundheitspolitik: „Es wird politisch quasi nichts unternommen, um Patienten mit Adipositas zu helfen“
Starkes Übergewicht ist kein Lifestyle-Thema. Die betroffenen leiden und brauchen medizinische Hilfe. Jan Woitas/Jan Woitas/dpa

Nur selten werden Wissenschaftler so politisch wie gerade das Team vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München (EKFZ). An diesem Donnerstag luden die Wissenschaftler im Presseclub München zu einer Veranstaltung über Adipositas. Unter dem Titel „Warum die Politik jetzt liefern muss“ forderten sie, das Thema Übergewicht aus der Lifestyle-Ecke zu holen und die Betroffenen nach dem neuesten Stand des Wissens zu behandeln, auch mit den teuren Abnehmspritzen. Im Interview erzählt EKFZ-Seniorprofessor Hans Hauner, was genau die Politik liefern soll und welche Behandlungen Erfolg versprechen.

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