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21.08.2026
12:11 Uhr
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Jamal Musiala ist zweimal binnen kurzer Zeit auf dem Spielfeld zusammengebrochen. Nun kursieren spekulative Diagnosen. Über die Konjunkturen der Bewertung von Leid und Leiden.

Ein Bruch ist immer blöd. Ehebruch, Glasbruch, Leistenbruch; will man alles nicht haben. Ein Durchbruch verheißt in der Krankheitslehre auch nichts Gutes, einen Magendurchbruch braucht schließlich niemand. Noch schlimmer ist offensichtlich nur das Versagen in toto, also der Zusammenbruch. Ob Kreislauf oder Nerven, alles ist dann komplett hinüber – zumindest für den Moment, so die niederschmetternde Diagnose. Weitere Prognose vorläufig unklar.
Krankheit wird zunehmend als Schuld wahrgenommen. Selbst Kerngesunde plagt permanent ein schlechtes Gewissen, nicht genug für ihren Körper zu tun. Was für ein Irrweg.
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