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20.08.2026
15:07 Uhr
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Ein Bürgermeister aus Sachsen-Anhalt führt unfreiwillig vor, was das Missverständnis vieler Konservativer bei Wahlen ist. Die dann staunen, wohin das führt.

Sie werden nicht das bekommen, was sie wollen: AfD-Fans, hier an einem Stand in Schönebeck, Sachsen-Anhalt. Jens Schlueter/Getty Images
Kann man das Konservative verlangen, zugleich aber das Linke fördern? Genau dies tut jener CDU-Kommunalpolitiker in Sachsen-Anhalt, der nun in einem Brief „der Öffentlichkeit“ mitteilt, 10 000 Euro an die AfD gespendet zu haben und diese Partei bei der Landtagswahl am 6. September zu wählen. Seine 15 Minuten Ruhm sind Bernd Prange, dem Bürgermeister aus dem Landkreis Stendal, damit gewiss. Er beklagt, die CDU gebe ihren konservativen Kern preis, der Vorsitzende Friedrich Merz sei das Symbol dafür, weshalb er abgesetzt gehöre. Wie das heutzutage so ist: Jemand erklärt seine eigene Sicht der Dinge für unfehlbar und erklärt deshalb die maximale Konsequenz für angebracht.
Ein Kommunalpolitiker der Union ruft kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zur Stimmabgabe für die AfD auf. Der CDU-Generalsekretär sagt: „Niemand ist gezwungen, Mitglied unserer Partei zu bleiben.“
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