SZ 14.07.2026
17:31 Uhr

Siemens: Aus Siemens Energy soll Omterra werden


Die frühere Siemens-Tochter will sich umbenennen. Der neue Name klingt ein bisschen nach Elektriker-Yoga? Von wegen. Es geht um Emanzipation und um Hunderte Millionen Euro im Jahr.

Siemens: Aus Siemens Energy soll Omterra werden
Auf diesem Helm eines Arbeiters im Görlitzer Dampfturbinenwerk wird bald etwas anderes stehen. Nämlich Omterra. Jürgen Lösel/Jürgen Lösel/dpa

Dass sich Unternehmen neue Namen geben, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist manchmal nur das, was dabei herauskommt. Aber oft geht es ja gar nicht anders. Immer dann, wenn größere Konzerne Sparten abspalten und auf diese Weise neue Unternehmen entstehen, wenn mehrere Unternehmen zusammengehen und dabei etwas Neues aufbauen – das sind Momente des Neuanfangs. Momente, bei denen aus kreativen Marketing-Strategen feinsinnige Sprachschöpfer werden. Es ist ja auch nicht trivial: Der neue Name sollte weit genug weg sein vom alten, und idealerweise sollte er dann nicht nur einigermaßen gefällig sein, sondern auch für das neue Unternehmenskonstrukt und seine Produkte stehen. Wer meint, die Suche nach neuen Unternehmensnamen sei Raketenwissenschaft und Hexenwerk, angesiedelt irgendwo zwischen Semantik und Esoterik, Betriebswirtschaftslehre, Psychologie und Linguistik, liegt bestimmt nicht ganz falsch.

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