Das neueste Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa durchquert die Tiefen des Alls. Ende August ist das Nancy-Grace-Roman-Teleskop gestartet und legt seither die etwa 1,5 Millionen Kilometer zum L2, einem sogenannten Lagrangepunkt, zurück. Das ist ein besonderer Punkt, an dem die Schwerkraft von Sonne und Erde so zusammenwirken, dass ein Satellit im Schlepptau der Erde um die Sonne kreisen kann, ohne abzudriften. Der L2 ist mittlerweile zu einer außerirdischen Sternwarte geworden, Roman wird sich dort zu den Weltraumteleskopen James Webb, Gaia und Euclid gesellen. Knapp 98 Prozent seiner Wegstrecke hat das Teleskop schon zurückgelegt, von der Erde aus betrachtet steht es gerade im Sternbild Wassermann. Bis zur Ankunft in seiner Umlaufbahn um den L2 wird es aber noch bis Anfang Dezember dauern, weil die Sonde abbremsen muss, um präzise auf die Zielbahn einzuschwenken. Erste Aufnahmen sind erst etwa 90 Tage danach zu erwarten.
