Der Bundespräsident hat sich einen alten Pullover übergezogen, um sein blaues Hemd zu schützen. Frank-Walter Steinmeier trägt jetzt schwarze Gummihandschuhe und ergreift eine Holzstange, an deren Spitze ein Farbroller befestigt ist. Dann legt er los. »Der ist ein Naturtalent«, ruft ein junger Mann im roten Polohemd des örtlichen Sportvereins. Sein Kumpel weiß es besser: »Das macht der nicht zum ersten Mal.«
Malernder Bundespräsident in Herzebrock: Steinmeier in seinem Element
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Dienstagnachmittag in Herzebrock bei Gütersloh, das deutsche Staatsoberhaupt ist in die westfälische Provinz gereist, um das Ehrenamt zu würdigen. Aber in erster Linie will er rund um den sogenannten Ehrentag an diesem Wochenende selbst anpacken.
Auf dem Sportplatz-Gelände des Herzebrocker SV heißt das jetzt zunächst: eine Wand streichen. Und ja, Steinmeier scheint da Expertise mitzubringen. »Ich war früher sehr beliebt bei Umzügen«, sagt er und tunkt den Roller in einen Eimer mit weißer Farbe.
So geht das nun knapp zwei Wochen lang rund um den Ehrentag, der auf Initiative des Bundespräsidenten am Samstag gefeiert wird. Kreuz und quer reist Steinmeier durch die Republik, um mit anzupacken.
