SpOn 09.03.2026
12:13 Uhr

Alexander Herrmann: TV-Koch für die CSU in Kommunalparlament gewählt


Der bekannte Gastronom wird wohl in den Kreistag seiner Geburtsstadt einziehen. Vor ein paar Jahren sagte Alexander Herrmann noch, dass er nicht in die Politik wolle.

Alexander Herrmann: TV-Koch für die CSU in Kommunalparlament gewählt

Der TV-Koch Alexander Herrmann, 54, hat sich auf der CSU-Liste für den Kreistag im oberfränkischen Kulmbach aufstellen lassen. Bei den Kommunalwahlen am Wochenende wurde er nun tatsächlich gewählt.

Laut offiziellen Angaben  bekam er mehr als 8630 Stimmen. Damit dürfte er in das Kommunalparlament einziehen. Und das, obwohl er auf dem 50. – und damit letzten – Listenplatz kandidiert hat.

Herrmann wurde in Kulmbach geboren. Aufgewachsen ist er im nahe gelegenen Wirsberg, hier betreibt er auch ein Hotel sowie ein Restaurant, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen. Er ist einer der bekanntesten deutschen TV-Köche.

Vor gut zweieinhalb Jahren hatte er in einem Interview mit der »Augsburger Allgemeinen«  noch erklärt, kein politisches Amt bekleiden zu wollen. Damals sagte er: »Ich wäre für die Politik nicht hart genug. Als Politiker wird man ja nur an seinen Fehlern gemessen. Damit könnte ich nicht umgehen.«

So entstand Herrmanns Kandidatur

Diese Einstellung hat er nun offenbar geändert. Seine Kandidatur für den Kulmbacher Kreistag entstand durch eine persönliche Beziehung zu einem CSU-Politiker, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. Herrmann sei vom oberfränkischen Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm gefragt worden, ob er antreten möchte. »Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und ich habe sofort Ja gesagt«, hatte der TV-Koch im Vorfeld erklärt.

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Er wolle jedoch nicht »in die große Politik einsteigen«, sondern »den regionalen Austausch noch mehr intensivieren«. Dafür sei die »konservative Mitte« der richtige Ort, hatte der 54-Jährige betont. Der Kulmbacher Kreistag entscheidet über den Haushalt des ländlich geprägten Landkreises, aber auch beispielsweise über Straßenbau, Schulen und Soziales.

elu/dpa