Schauspielerin Ashley Tisdale, 41, hat jahrelang mit Angstzuständen zu tun gehabt und offen darüber gesprochen. Als sie meinte, diese bewältigt zu haben, fühlte sie sich bereit für ein Kind. Doch mit der Geburt ihrer Tochter Jupiter ereilte sie statt des erwarteten Glücks eine Depression.
»Ich war so stolz auf mich [...] und dachte mir: ›Okay, jetzt fühle ich mich emotional gut gerüstet dafür‹«, sagte die Schauspielerin, bekannt aus Disney-Filmen wie »High School Musical« oder »Hotel Zack and Cody«, im Podcast ihres Ehemanns Christopher French. »Aber dann wurde ich von einer postpartalen Depression heimgesucht.«
Mit dem Problem ist Tisdale nicht allein. Eine postpartale Depression, auch Wochenbettdepression, tritt bei sieben Prozent aller Mütter im ersten Jahr nach der Entbindung auf. Oft ist das Thema schambehaftet, und Betroffene verschweigen ihre Symptome aus Angst, als schlechte Mutter zu gelten. So wird auch die Diagnose zur Herausforderung.
Auch Ashley Tisdale musste um ihre Diagnose kämpfen. »Ich erinnere mich, dass meine Frauenärztin sagte: ›Oh, du hast PMDD.‹« Hinter diesem Begriff verbirgt sich die sogenannte prämenstruelle dysphorische Störung, im Deutschen oft mit PMDS abgekürzt – eine schwere Form des prämenstruellen Symptoms (PMS). »Ich fragte: ›Na, was macht man dagegen?‹«, erinnert sich Tisdale weiter. »Und sie meinte: ›Dagegen können wir nichts tun.‹« Dass es sich um eine postpartale Depression handelte, habe sie erst am zweiten Geburtstag ihrer Tochter herausgefunden.
Die Erkrankung habe die Ehe belastet, sagt Tisdale. Sie habe oft versucht, sich von French scheiden zu lassen. Aber er sei geerdet und ruhig geblieben. »Du wusstest, dass man das einfach aussitzen muss«, sagte sie im Podcast zu ihm. Der Kampf gegen die postpartale Depression habe sich »sehr intensiv« angefühlt.
»Es ist so schwer«, erwiderte Tisdales Mann. »Man war so liebevoll und glücklich, Jupiter im Arm zu halten [...] und dann, innerhalb weniger Minuten war es, als hätte sich die ganze Stimmung gewandelt.« Zuzusehen, wie seine Ehefrau das durchmache, ohne ihr helfen zu können, sei grausam gewesen.
Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Die Zeit nach der ersten Geburt sei für sie am schwierigsten gewesen, sagt Tisdale. Bei der Geburt ihrer zweiten Tochter waren die Symptome bereits weniger stark.
