SpOn 05.10.2026
07:13 Uhr

Beni Rae Harmony: Trumps neue Sprecherin sorgt mit Auftritt für heftige Kritik


Noch vor Kurzem arbeitete Beni Rae Harmony als Korrespondentin für ein Trump-nahes Medium. Nun darf die 24-Jährige direkt für den Präsidenten sprechen. Das Weiße Haus lobt sie als »vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung«.

Beni Rae Harmony: Trumps neue Sprecherin sorgt mit Auftritt für heftige Kritik

Das Weiße Haus hat eine neue stellvertretende Pressesprecherin verteidigt, die in der Vergangenheit mit Gewehr und einem »Fuck Joe Biden«-T-Shirt auftrat. Beni Rae Harmony sei als Korrespondentin des rechten Mediums »Real America’s Voice« eine »vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung« gewesen, so die US-Regierung laut »Guardian«.

Die 24-Jährige arbeitete bis vor wenigen Tagen für die Plattform, die hauptsächlich für den dort veröffentlichten Podcast des früheren Trump-Beraters Stephen Bannon bekannt wurde. Zuvor war sie laut ihrem LinkedIn-Profil für die Seite »Turning Point USA« sowie als Presseberaterin für zwei radikal rechte Republikaner tätig.

Einer von ihnen ist der skandalumwitterte ehemalige Kongressabgeordnete Matt Gaetz aus Florida, dem der Ethikausschuss des Kongresses Missbrauch von Minderjährigen und Drogenkonsum vorwarf. Er sitzt inzwischen nicht mehr im Parlament.

Der andere ist der Kongressabgeordnete Paul Gosar aus Arizona. 2021 rügte ihn das Parlament, nachdem er ein animiertes Video veröffentlicht hatte, in dem er die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez tötete und den damaligen US-Präsidenten Joe Biden angriff. Harmony veröffentlichte damals ein aggressives Verteidigungsvideo für ihren Chef , das noch heute auf dessen YouTube-Kanal aufrufbar ist.

Noch im selben Jahr entstand laut Medienberichten für einen anderen Republikaner das Foto, auf dem die junge Frau mit Gewehr und Anti-Biden-Shirt posiert. Ein von der Seite »Daily Mirror« veröffentlichter Screenshot zeigt es mit der Bildunterschrift: »Meine Wahlkampfsprecherin @beniraeharmony ist eine Bestie. So machen wir das.«

Mehr zum Thema

Harmony reagierte laut »Guardian« bislang nicht auf Presseanfragen zu ihrer Vita. Dass sie nun für US-Präsident Donald Trump sprechen darf, passt jedoch ins Bild der vergangenen Tage. Das Weiße Haus hatte zuletzt CNN, Politico und MS Now den Zugang komplett verweigert und dies unverhohlen mit kritischen Nachfragen begründet. Dafür erhielten Medien Einlass, die unkritisch über den US-Präsidenten berichten.

jpe