Nach einem schweren Lawinenunglück im pakistanischen Karakorum-Gebirge sind mindestens vier Alpinisten einer zehnköpfigen internationalen Bergsteigermission tot.
Man habe den Kontakt zu dem Team am Broad Peak am Donnerstagmorgen verloren, hieß es. Der Berg ist rund 8050 Meter hoch. Eine helikoptergestützte Suchaktion laufe derzeit weiter. Die Expedition bestand nach Angaben des ACP aus sechs Bergsteigern aus Nepal, einem Bergsteiger aus Pakistan, einem chinesischen Bergsteiger und einer Alpinistin aus den USA sowie einer Bergsteigerin aus Oman.
Karakorum-Gebirge
Foto: Olivier Matthys / EPA / dpaBekannter Extremsportler leitete Expedition
Die Expedition sei von Nirmal Purja , dem bekannten nepalesisch stämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja machte unter anderem internationale Schlagzeilen, nachdem er im Oktober 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender weltweit innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte.
Die Netflix-Produktion »14 Gipfel: Nichts ist unmöglich« widmet sich seiner Leistung. Im August 2023 wurde Purjas Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
Die vier gefundenen Personen wurden noch nicht geborgen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen in den pakistanischen Sicherheitsbehörden berichtete.
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistan zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
