SpOn 11.09.2026
20:35 Uhr

CDU: Stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp tritt nun doch ab


Der Kanzler will die CDU-Zentrale neu aufstellen – eigentlich. Aber Vizegeneralsekretärin Christina Stumpp hat ihre Entlassung lange verweigert. Jetzt hat Friedrich Merz sich doch noch durchgesetzt.

CDU: Stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp tritt nun doch ab

Nach tagelangen Debatten über ihren Posten legt die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp ihr Amt nun doch nieder. CDU-Chef Friedrich Merz und die Politikerin aus Baden-Württemberg hätten »in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden, dass Christina Stumpp das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin am 21. September 2026 niederlegen wird«, teilte die CDU mit.

Merz wolle den Parteigremien als Nachfolger den ostdeutschen Bundestagsabgeordneten Michael Hose als kommissarischen stellvertretenden Generalsekretär vorschlagen, hieß es weiter.

Über Stumpps Abgang wurde seit Tagen spekuliert. Nach Informationen des SPIEGEL war vorgesehen, dass Stumpp der Fraktion vorgeschlagen wird für das Amt der agrarpolitischen Sprecherin im Bundestag  – allerdings unter der Bedingung, dass sie ihren jetzigen Posten noch an diesem Freitag freigibt.

Stumpp weigerte sich zunächst

Darauf hatte sich die Runde der sogenannten Teppichhändler in der Bundestagsfraktion verständigt. Ihr gehören die Vorsitzenden der Landesgruppen ebenso an wie Vertreter der soziologischen Gruppen, von denen es sechs gibt, etwa die Arbeitnehmergruppe oder den mächtigen Parlamentskreis Mittelstand. Allerdings weigerte sich Stumpp zunächst, ihr Amt aufzugeben. Über die Personalprobleme hatte zuerst der Podcast »Machtwechsel« berichtet.

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In der nun veröffentlichten Mitteilung der CDU finden sich keine guten Wünsche für Stumpps Zukunft. Parteichef Friedrich Merz lässt sich lediglich zitieren, dass er ihr für das vertrauensvolle Miteinander danke. »Wir werden in der gemeinsamen Bundestagsfraktion verbunden bleiben.«

Stumpp wird in der Parteimitteilung mit den Worten wiedergegeben, es sei ihr eine »große Ehre und Freude« gewesen, dass sie sich »in den vergangenen vier Jahren in der CDU für unsere rund 72.500 ehrenamtlichen und hauptamtlichen kommunalen Vertreterinnen und Vertreter einsetzen« habe dürfen. Sie habe in der Zeit »rund 75 Prozent unserer Kreisverbände besucht«. Mit der Gründung des Netzwerks für Frauen in der Kommunalpolitik women@cdu habe sie zudem »mehr Frauen für unsere Kommunalpolitik begeistern« können.

pkr/sol/dpa