SpOn 10.09.2026
13:37 Uhr

China: Mindestens 20 Tote bei Feuer auf Frachter


Das Feuer soll bei Arbeiten in einer Werft ausgebrochen sein: Im Osten Chinas ist ein Frachtschiff in Brand geraten. Staatsmedien berichten von vielen Toten und Verletzten. Mehrere Menschen werden noch vermisst.

China: Mindestens 20 Tote bei Feuer auf Frachter

In der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao sind mindestens 20 Menschen bei einem Brand auf einem Frachtschiff ums Leben gekommen. Fünf Menschen wurden noch vermisst, wie Staatsmedien am Donnerstag meldeten. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 42 Menschen an Bord des Frachters befunden. Zwölf Menschen konnten vom Schiff gerettet werden. Fünf weitere seien in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter.

Die Rettungsarbeiten liefen noch, berichtete das Staatsfernsehen am frühen Abend (Ortszeit). Ein Foto zeigte die unter der Flagge Liberias fahrende »Ocean Melody« in einem Dock. Davor standen einige Feuerwehrautos. Wie der Frachter in Brand geriet, ist bislang unklar.

Zuvor hatten chinesische Staatsmedien berichtet, dass es sich bei dem Schiff um einen ausländischen Frachter handle, der bei Reparaturarbeiten in einer Werft in Brand geraten sei. Die Werft wird von der staatlichen China State Shipbuilding Corporation (CSSC) kontrolliert, einem der ‌weltweit größten Schiffbauer. CSSC bezeichnet sich selbst als wichtigsten Schiffbauer der chinesischen Marine ‌und zudem als ​größten Entwickler ‌und Konstrukteur von Schiffen sowie Offshore-Anlagen ‌des ​Landes. Die Werft in Qingdao kann nach eigenen Angaben pro Jahr ​212 ⁠Schiffe reparieren.

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Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping gab laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua »wichtige Anweisungen«, dass die Suche und Rettung von Vermissten vorangetrieben werden müsse. In der Regel meldet sich Xi nur bei großen Unglücken zu Wort und fordert, wie auch im Fall in Qingdao, wichtige Lehren aus den Vorfällen zu ziehen. Zuletzt hatte Xi ähnliche Anweisungen nach der tödlichen Sturzflut an der Grenze zwischen der autonomen Region Tibet und Nepal gegeben.

wit/dpa/AFP/Reuters