SpOn 18.08.2026
18:24 Uhr

Donald Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium


»New U.S. Territory«: Donald Trump reklamiert die Straße von Hormus für die Vereinigten Staaten. Irans Außenminister kontert.

Donald Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung bekräftigt, die Straße von Hormus zu einem Teil des US-Territoriums zu erklären. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte Trump einen Kartenausschnitt , auf dem die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge mit der Aufschrift »New U.S. Territory« versehen ist, zu Deutsch: neues US-Gebiet.

Donald Trump Ende Juli im Oval Office des Weißen Hauses

Donald Trump Ende Juli im Oval Office des Weißen Hauses

Foto: Samuel Corum / Sipa USA / ddp

Zugleich erklärte Trump, derzeit fänden keine Gespräche mit Iran statt und es seien auch keine geplant. »Die Seeblockade bleibt vollständig in Kraft und wirksam«, schrieb er. Die Straße von Hormus sei hingegen »offen und in Betrieb«, alle Seeminen seien beseitigt oder zur Explosion gebracht worden.

Teheran erklärte dagegen am Dienstag erneut, die Meerenge werde erst nach Erfüllung von US-Verpflichtungen wieder geöffnet.

Trump hatte erstmals am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat New Jersey angekündigt, die Straße von Hormus zu US-Territorium erklären zu wollen. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte allerdings nach Angaben des »Wall Street Journals« später, dass Trump einen Scherz gemacht habe.

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Iran reagierte umgehend: »Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen«, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Iran fürchte weder Drohungen noch lasse es sich von Machtdemonstrationen einschüchtern

Die Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte im seit Ende Februar andauernden Krieg mit Iran. Teheran hält die zuvor frei passierbare Meerenge seit Kriegsbeginn de facto weitgehend geschlossen. Durch sie wurde vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.

Iran verlangt für eine Wiederöffnung unter anderem die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen und des Ölembargos, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie ein Ende der Militäreinsätze. Ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sollte binnen 60 Tagen zu einer dauerhaften diplomatischen Lösung führen, blieb bislang aber ohne Ergebnis.

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naw/AFP