SpOn 01.08.2026
00:19 Uhr

Ein Toter und Verletzte in Sachsen – viele Feuerwehreinsätze in Hamburg und Stuttgart


Ein Mann stirbt in der Sächsischen Schweiz während eines Unwetters – ein umstürzender Baum trifft ihn. Es gibt zahlreiche Verletzte. In Stuttgart und Hamburg musste die Feuerwehr Dutzende Male ausrücken.

Ein Toter und Verletzte in Sachsen – viele Feuerwehreinsätze in Hamburg und Stuttgart

Ein Toter, drei Schwerverletzte und zehn weitere Verletzte: Ein Unwetter kracht mitten in den kleinen Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz. Ein Baum begräbt nach Angaben der Rettungsleitstelle Dresden einen 28-jährigen Mann unter sich. Zehn Menschen seien ambulant versorgt und 40 Menschen seien evakuiert worden. Die Lage ist unübersichtlich.

Starker Wind am Amselsee und an der Felsenschlucht Schwedenlöcher nahe der Bastei sorgte laut der Leitstelle dafür, dass Bäume umstürzten. Das Unglück ereignete sich nahe der Felsenbühne.

Hubschrauber sucht nach Vermissten

Zunächst wurde nach Vermissten gesucht. Die Einsatzkräfte vermuteten, dass Menschen von Bäumen eingeschlossen waren. Das Gelände dort ist felsig. »Es ist vor Ort sehr unübersichtlich«, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Dunkelheit erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war in der Luft.

Die Bergwacht war im Einsatz und suchte mit einem Drohnenteam des Deutschen Roten Kreuzes nach Menschen. »Es scheint eine sehr lokal begrenzte und sehr starke Unwetterzelle gewesen zu sein«, sagte der Sprecher der Bergwacht, Kai Kranich. Kranich sagte, er habe den Eindruck, als seien ein Teil des Hanges abgestürzt und mehrere Bäume ins Tal gestürzt. Der Deutsche Wetterdienst hatte für weite Teile Sachsens vor starken Gewittern gewarnt.

Bäume auch in Stuttgart umgekippt

Ein schweres Gewitter mit Sturm hat in Stuttgart eine Reihe von Bäumen zu Fall gebracht. »Bäume fielen auf Pkw, auf Stromleitungen oder auf Straßen«, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Zudem seien Unterführungen überflutet worden. Es gebe etwa 50 Einsätze. Diese würden nach Dringlichkeit priorisiert und abgearbeitet. Verletzte gebe es nach aktuellem Stand nicht.

Hamburger Feuerwehr rückt fast 100-mal aus

Die Hamburger Feuerwehr ist wegen eines Unwetters am Abend fast 100-mal ausgerückt. Ein Mitarbeiter des Feuerwehr-Lagezentrums zählte 85 Einsätze zwischen 18.30 und 21.00 Uhr, die mit Wasser zu tun hatten. Zwölf weitere fasste er unter dem Stichwort »droht zu fallen« zusammen, damit gemeint waren etwa Zäune oder Dachziegel. Verletzte habe es nicht gegeben. Die vielen Einsätze seien gut zu bewältigen gewesen.

Mehr zum Thema

Es gebe Einsätze »nahezu im Minutentakt«, hatte früher am Abend ein Sprecher gesagt. Es seien aber ausreichend Kapazitäten vorhanden, um das Aufkommen zu bewältigen. Besonders betroffen waren ihm zufolge Randgebiete im Süden und Norden der Stadt.

hda/dpa