SpOn 01.08.2026
09:23 Uhr

Fifa: Pressestimmen zum Aus der Infantino-Pläne


Fifa-Präsident Gianni Infantino will seine umstrittene Idee zum Verkauf von WM-Anteilen nicht länger verfolgen. Internationale Medien zählen schon seine Tage als Chef des Weltverbands.

Fifa: Pressestimmen zum Aus der Infantino-Pläne

Das war es mit den Plänen von Gianni Infantino: Der Fußball-Weltverband Fifa wird keine Anteile an seinem Geschäft an ​externe Investoren verkaufen. »Nachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angehört haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat, die – unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung – nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen«, heißt es in einer Mitteilung. Die internationale Presse findet dafür deutliche Worte.

GROSSBRITANNIEN

»Daily Mail«: »Fifa-Präsident Gianni Infantino vollzieht eine peinliche Kehrtwende bei den Plänen zur Vermarktung der Weltmeisterschaft. Der unter Druck stehende Chef (...) hat eine demütigende Niederlage erlitten.«

»Guardian«: »Gianni Infantinos Vorhaben, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, ist spektakulär gescheitert.«

»The Times«: »Gianni Infantino verwirft den Verkaufsplan, doch die Revolte innerhalb der Fifa lässt ernsthafte Zweifel an seinem Verbleib im Amt aufkommen.«

SPANIEN

»As«: »Ein globaler Rückschlag für den Fifa-Präsidenten. (...) Es war nur eine Frage der Zeit, bis Infantinos abwegige Idee scheitern würde, insbesondere nach dem Rücktritt von Carlos Cordeiro, dem Chefberater der Fifa. Die Uefa führte den Widerstand an – und nun hat Infantino den Kampf verloren.«

»El País«: »Der Fußball mit seinen Millionen von Fans hat über externe Akteure gesiegt, die Fifa hat verloren.«

»Marca«: »Totale Niederlage für Infantino.«

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FRANKREICH

»L'Équipe«: »Mit seinem Plan, die Weltmeisterschaft teilweise zu verkaufen, hat Fifa-Präsident Gianni Infantino so viel Widerstand wie noch nie erfahren. Seit seiner Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbands im Jahr 2016 ist Infantinos Position noch nie so stark erschüttert worden. Der Verband steckt nun in einer Krise. Die harte Linie der Uefa – die Drohung mit einem Boykott – gegen seinen Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, hat die Führung des Weltfußballs destabilisiert.«

ITALIEN

»Gazzetta dello Sport«: »Schluss jetzt! Die Vernunft hat gesiegt. (...) Dieses Projekt hatte in den letzten Stunden die halbe Welt empört.«

esw/dpa/sid