Die Formel 1 hat nach übereinstimmenden Medienberichten auf die kritische Sicherheitslage im Nahen Osten reagiert und als Folge des Irankrieges die bevorstehenden Rennen in der Golfregion abgesagt. Dies berichteten Sky und RTL/n-tv am Freitag, von der Rennserie gab es zunächst keine Bestätigung.
Ebenso blieb zunächst offen, ob andere Streckenbetreiber einspringen oder die Rennen ersatzlos ausfallen.
Der Große Preis von Bahrain (12. April) und der Große Preis von Saudi-Arabien (19. April) stehen zwar erst in einem guten Monat an, wegen der komplizierten Logistik des Formel-1-Trosses drängte aber die Zeit.
Erst im Mai ginge es dann weiter
Nach dem absolvierten Saisonauftakt in Australien sowie dem Folgerennen in China an diesem Wochenende findet der dritte Saisonlauf der Königsklasse in Japan (29. März) statt. In Bahrain und Saudi-Arabien hätten danach der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Falls sich kein Ersatzausrichter findet, wird der Rennkalender eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April wäre dann Formel-1-frei, gefahren wird offenbar erst wieder am 3. Mai in Miami.
In Bahrain, wo seit 2004 in Sakhir gefahren wird, hatte die Formel 1 in dieser Saison noch zwei Tests veranstaltet. Ende Februar wurden aber die zweitägigen Reifentests von Pirelli gestrichen. Die geplante Veranstaltung auf dem Bahrain International Circuit musste »aufgrund der sich verschärfenden internationalen Lage aus Sicherheitsgründen« abgesagt werden, hieß es.
