SpOn 17.10.2026
12:34 Uhr

Fußball-WM: Deutsche Ü80 sichert sich in Australien den Titel


Dieses Team war einfach reif für den Titel: Die deutsche Ü80-Nationalmannschaft hat sich in Australien den WM-Pokal gesichert. Auch ein kollektiver Sonnenbrand trübte die Freude nicht.

Fußball-WM: Deutsche Ü80 sichert sich in Australien den Titel

Im hohen Alter mit Deutschland Weltmeister werden? Was Manuel Neuer im Sommer nicht gelingen wollte, hat nun die deutsche Ü80-Fußball-Nationalmannschaft vollbracht.

Im Finale setzte sich das Team auf dem Kleinfeld im australischen Cleveland 2:0 gegen die USA durch. »Wir haben alle eine rote Birne und einen Sonnenbrand. Das ließ die Freude nicht schmälern«, sagte Michael Rätsch von Hertha BSC der Nachrichtenagentur dpa.

Es war die Premiere für die Altersklasse bei der achten Ausgabe der 70-Plus-Fußball-Weltmeisterschaft. Die deutsche Ü75 hatte im vergangenen Jahr bereits den Titel geholt. Ü80-Teams bestehen aus jeweils acht Spielern, die Spielzeit beträgt zwei Halbzeiten à 30 Minuten. Über vier Turniertage mussten die Senioren jeweils zwei Spiele pro Tag absolvieren, um von den Gruppenspielen ins Halbfinale und Endspiel zu gelangen.

Besonders der 2:1-Sieg gegen Japan in der Vorrunde war harte Arbeit, denn in Japan gibt es eine eigene Liga für Senioren höheren Alters. »Das sind Fußballer, die regelmäßig Fußball spielen. Wir haben versucht, mit taktischen Mitteln zum Erfolg zu kommen«, sagte Rätsch, der gegen die Asiaten den Siegtreffer erzielte. Auch im Halbfinale war das Team siegreich gegen Japan.

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Für die Fußballer gehe es auch darum, mehr Menschen im hohen Alter zum Sport zu motivieren »Wir müssen sehen, dass mehr Menschen im Alter Sport treiben«, sagte Rätsch. Im kommenden Jahr sind eine Europameisterschaft sowie einige Länderspiele der Senioren angedacht.

Im Ü40- oder Ü50-Team schwinden vielen Fußballern die Kräfte. Zeit zum Aufhören? Wolfgang Schillings spielt weiter. Der Sportmediziner und HSV-Mannschaftsarzt erklärt hier , wie Sie fit genug bleiben und Verletzungen vermeiden.

luc/dpa