Er hatte ein Sturmgewehr, eine halb automatische Schusswaffe und 53 Patronen in einer Sporttasche dabei: Vor knapp einem halben Jahr wollte ein 38-jähriger Mann in Göppingen nahe Stuttgart mutmaßlich einen Auftragsmord begehen. Ziel seines Attentats soll der Inhaber eines Döner-Imbisses gewesen sein.
Die Ermittler sind überzeugt: Der gebürtige Türke habe den Mann aus einem fahrenden Auto heraus ermorden wollen. Laut Anklage soll der Tatverdächtige am Abend des 13. Februar 2026 im hessischen Weilburg mit einem Fahrer in Richtung Tatort gestartet sein.
Mit dem Fluchtauto gegen die Leitplanke
Doch im letzten Moment brachte eine Polizeikontrolle den mutmaßlichen Auftragskiller aus dem Konzept: Sein Fahrer habe noch versucht, mit dem Auto zu entkommen, hieß es. Er sei aber auf der Autobahn 6 gegen eine Leitplanke gestoßen.
Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord und des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erhoben. Laut Anklage soll sich der 38-Jährige Anfang Februar gegenüber einem Auftraggeber bereit erklärt haben, einen Mordanschlag auf den Inhaber des Göppinger Dönerimbisses zu verüben.
Bislang hat sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
War es der zweite Tötungsversuch?
Es war nicht der erste mutmaßliche Anschlagsversuch auf den Dönerbuden-Besitzer: Laut Staatsanwaltschaft wurde am 28. Januar auf den Mann geschossen. Ein Jugendlicher soll sich im Imbiss als privater Personenschützer des Inhabers aufgehalten und erfolglos zurückgeschossen haben. Gegen ihn wurde bereits Anklage wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erhoben.
