Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE haben einen Feuerwerkskörper in der Nähe eines Hochspannungsmasts entdeckt. Dabei handle es sich um eine sogenannte Kugelbombe, berichtete ein Sprecher der Polizei des Rhein-Kreises Neuss. Der Fundort liegt im Umfeld des stillgelegten Kohlekraftwerks Frimmersdorf in Grevenbroich. Ob der Mast aktuell Strom führende Leitungen trägt, wurde zunächst nicht bekannt.
Der Gegenstand sei etwa »handballgroß« gewesen. Er sei von Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes von Nordrhein-Westfalen unbrauchbar gemacht und sichergestellt worden. Bei einer Explosion hätte er laut den Experten »keinen Schaden anrichten können«, so der Sprecher weiter. Mehrere Medien hatten zuvor über den Fund berichtet.
Die Polizei hat keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden. Ob auch eine Zündvorrichtung vorhanden war, wurde zunächst nicht bekannt. Auch wie lange der Gegenstand dort schon lag, ist nach Angaben des Sprechers noch unklar.
Der Werksschutz von RWE hatte den verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei verständigt. Ob es einen Zusammenhang mit den Sabotageaktionen auf Stromleitungen Anfang September gibt, wurde zunächst nicht bekannt. Die gefundene Kugelbombe sei »nicht vergleichbar« damit, so der Sprecher.
