Andy Burnham, Britischer Premierminister
»Trotz aller Mängel hat dieses Land meinem Vater ein gutes Leben beschert. Und es hat seinen Söhnen Chancen eröffnet, die er selbst nicht hatte. Er hat das erkannt und war dankbar dafür und stolz darauf, was Nick, John und ich daraus gemacht haben. Wenn er doch nur den Moment miterlebt hätte, als seine Familie in die Downing Street gezogen ist.«
Mit dieser Rede zieht der britische Premier die Labour-Partei in seinen Bann. Zehn Wochen sind vergangen seit dem Amtsantritt von Andy Burnham. Die politischen Herausforderungen sind noch da: eine strenge Sparpolitik, steigende Lebenshaltungskosten, die Wohnkrise – um nur ein paar aufzuzählen. So emotional aber wurde es in der britischen Politik schon länger nicht mehr.
Andy Burnham, Britischer Premierminister
»Das Vereinigte Königreich, für das mein Vater stand, ist das, an das ich glaube: Eine Vereinigung von Nationen, die der Welt die Gewerkschaftsbewegung geschenkt hat, den National Health Service – ein Land, das sich dem Faschismus entgegenstellte. Ein Land der Solidarität, nicht der Spaltung. Das ist das Großbritannien, für das mein Vater stand.«
Neben diesem emotionalen Aufschlag kündigte Burnham auch außenpolitische Veränderungen an. Der EU-Austritt Großbritanniens habe dem Land »mehr geschadet als genutzt«. Eine mögliche Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die Europäische Union hält er nicht für ausgeschlossen.