Der britische Premierminister Andy Burnham hofft, bei dem in wenigen Wochen anstehenden EU-UK-Gipfel mehrere Abkommen mit der Europäischen Union abzuschließen. Es brauche in vielen Bereichen eine »engere Zusammenarbeit«, sagte der Regierungschef vor den Abgeordneten im britischen Unterhaus. Es reiche nicht aus, am Status quo festzuhalten: Dieser sei »nicht gut genug«. Und: »Schlimmer noch, es wäre eine schwere Pflichtverletzung, sich abzuwenden.«
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Der EU-UK-Gipfel findet am 20. November in Brüssel statt. Bei dem Treffen sollen laut Burnham eine Reihe von bereits geplanten Abkommen vorangebracht werden, darunter Vereinbarungen zum Handel mit Lebensmitteln und Getränken sowie zum Emissionshandel. Auch bei der Migration – für Burnham eines der zentralen Themen des Gipfels – wolle man die Zusammenarbeit vertiefen, so der Premier.
Burnham hatte zuletzt als erster britischer Regierungschef seit dem Brexit konkret von der Möglichkeit zur Rückkehr in die EU gesprochen (mehr dazu hier): »Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt«, sagte er in seiner ersten Parteitagsrede als Labour-Chef über den 2016 per Referendum beschlossenen EU-Austritt seines Landes.
Der Weg dahin wäre aber auch bei einer Entscheidung für entsprechende Gespräche weit.
Beim Gipfeltreffen wolle man zunächst »ein erfolgreiches Ergebnis« erzielen, sagte Burnham. Anschließend könnten beide Seiten »einen ernsthaften Dialog über die verschiedenen Optionen auf lange Sicht« führen. Dabei habe jedoch jederzeit »die britische Öffentlichkeit das Sagen«.
Er zeichnet ein düsteres Bild Großbritanniens, wird persönlich und versprüht dennoch Hoffnung: Andy Burnham hat mit seiner ersten Parteitagsrede als Premier ein Programm für die kommenden Jahre vorgelegt. Womöglich für ein ganzes Jahrzehnt. Mehr dazu erfahren Sie hier .
