Bei einem Lawinenunglück in Nepal sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, wie die Nachrichtenagentur Reuters mit dem Verweis auf den Bergführerverband Nepal National Mountain Guide Association (NNMGA) berichtet. Bislang hätten Rettungskräfte 15 Leichen von der Unglücksstelle am Himalaja geborgen, sagte NNMGA-Präsident Tul Singh Gurung demzufolge.
Acht Leichen wurden am Donnerstag unter dem Schnee geborgen, die anderen sieben bereits Anfang dieser Woche. Eine Person werde weiterhin vermisst.
Die Lawine traf bereits am Sonntagmorgen das auf rund 4900 Meter gelegene Basecamp am 7126 Meter hohen Berg Himlung Himal nahe der Grenze zu Tibet, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa gesagt hatte. Bei den Vermissten handelte es sich nach Angaben der Vereinigung nepalesischer Expeditionsveranstalter um nepalesische Mitarbeiter zweier Expeditionsunternehmen.
Die anschließende Suche musste witterungsbedingt zeitweise unterbrochen werden, soll aber weitergehen.
Schwerstes Unglück seit mehr als zehn Jahren
»Die heute geborgenen Leichen werden voraussichtlich mit einem Hubschrauber nach Kathmandu gebracht«, sagte NNMGA-Präsident Gurung am Donnerstag gegenüber Reuters. Er fügte hinzu, dass die Chancen, den einen vermissten Arbeiter noch zu finden, gering seien. Die Rettungsaktion werde voraussichtlich eingestellt. Zum Zeitpunkt der Lawine hatten die Bergsteiger den Ort noch nicht erreicht.
Mit mutmaßlich 16 Todesopfern ist es das schwerste Bergsteigerunglück in Nepal seit mehr als zehn Jahren. 2014 waren bei einem Lawinenunglück am Mount Everest 16 Menschen ums Leben gekommen. Ein Jahr später starben 18 Menschen durch ein Erdbeben am Mount Everest.
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Aufgrund des Klimawandels, der das Abschmelzen von Gletschern und Eis beschleunigt, wird die Arbeit jedoch zunehmend gefährlicher.
