Der ikonische Langhalsdinosaurier Diplodocus hat offenbar einst in Europa gelebt. Einen Beweis dafür wollen Paläontologen aus Spanien entdeckt haben, wie sie in einer Studie im »Journal of Vertebrate Paleontology« schreiben.
Die Forscher der Paläontologischen Stiftung Teruel-Dinópolis haben demnach 150 Millionen Jahre alte Fossilien aus Sedimenten in El Castellar im Osten Spaniens geborgen. Der Fund umfasse 14 Schwanzwirbel sowie mehrere sogenannte Sparrknochen von der Unterseite der Schwanzwirbelsäule, berichten sie.
Es sei der erste Nachweis dieser Gattung außerhalb von Nordamerika, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen der drei Autoren der Studie, Sergio Sánchez-Fenollosa. Im Zeitalter des Jura, als die Kontinente noch anders zueinander lagen als heute, könnten die Tiere über eine Landbrücke nach Europa gelangt sein.
Das in Spanien entdeckte Exemplar habe wahrscheinlich eine Länge von etwa 25 Metern gehabt, berichten die Forscher. Es reiht sich in eine wachsende Liste riesiger Sauropoden ein, die in der spanischen Region gefunden wurden.
Schwanzwirbel des in Spanien entdeckten Diplodocus
Foto: Sergio Sánchez Fenollosa / Journal of Vertebrate PaleontologyDer pflanzenfressende Diplodocus wurde erstmals 1877 identifiziert anhand von Fossilien, die im US-Bundesstaat Wyoming in den Vereinigten Staaten gefunden worden waren. Mit seinem langen Hals, seinem peitschenartigen Schwanz und seinen vier kräftigen Beinen gehört er zu den bekanntesten Dinosauriern.
