SpOn 06.08.2026
06:52 Uhr

Iran-Krieg: Tanker in der Straße von Hormus meldet Explosionen


Laut der Besatzung eines Öltankers waren in der Nacht Detonationen in der Straße von Hormus zu hören. Gleichzeitig steht Iran eigenen Angaben zufolge kurz vor einem Abkommen mit Oman, das Teheran hohe Mauterträge sichern könnte.

Iran-Krieg: Tanker in der Straße von Hormus meldet Explosionen

In der Straße von Hormus wird ein Schiff von Explosionen erschüttert. »Der Kapitän eines Tankers hat gemeldet, während der Fahrt in der Straße von Hormus zwei Explosionen gehört zu haben«, teilte die britische Seefahrtsbehörde UKMTO im Onlinedienst X mit . Der Vorfall habe sich gut 15 Kilometer vor der Küste Omans in der Nacht zum Donnerstag ereignet. Die Besatzung sei den Angaben zufolge in Sicherheit, auch der Tanker habe keine größeren Beschädigungen.

Die Straße von Hormus ist bei den Bemühungen um eine Beendigung des Irankriegs einer der Hauptstreitpunkte zwischen Teheran und Washington. Iran hält die für die Weltwirtschaft immens wichtige Meerenge de facto geschlossen und hat Teile davon durch Minen unpassierbar gemacht. Die Truppen Teherans haben schon mehrmals Schiffe angegriffen, die die Meerenge passieren wollten.

Hohe Transitgebühren

Zuletzt hatte Iran verkündet, man stehe kurz vor einer Einigung mit Oman auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge. Die beiden Länder hätten sich auf geografische Koordinaten für die Passage geeinigt, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, allerdings dürfe keine externe Partei mehr in den Prozess eingreifen.

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Das geplante Abkommen zwischen Iran und Oman über die Kontrolle von Schiffsdurchfahrten dürfte Teheran wirtschaftlich und politisch stärken. Das Abkommen ‌könnte es Iran ermöglichen, hohe Gebühren von Schiffen zu fordern, die durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf einlaufen, sagten ein Insider aus Iran und zwei Regierungsvertreter aus der Region der Nachrichtenagentur Reuters. Wenn das so komme, sei dies eines der bislang größten Zugeständnisse an Iran.

jmm/dpa/AFP/Reuters