SpOn 10.03.2026
11:41 Uhr

Iran-Krieg: Türkei stationiert Patriot-System in Malatya


Die Türkei hat seit Beginn des neuen Golfkrieges zwei iranische Raketen über ihrem Staatsgebiet abgeschossen. Teheran dementiert, den Nachbarn angegriffen zu haben. Ankara verstärkt die Flugabwehr.

Iran-Krieg: Türkei stationiert Patriot-System in Malatya

Einen Tag nach dem erneuten Abschuss einer Rakete über der Türkei verstärkt Ankara die Flugabwehr. Im Rahmen entsprechender Maßnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt.

Die Nato-Radarstation Kurecik, die wichtige Daten für das Bündnis liefert ‌und zur Identifizierung von zwei iranischen Raketen beigetragen hat, die ‌in Richtung Türkei ​flogen, ‌befindet sich in ‌Malatya. Das ​Ministerium erklärt, die Türkei werde weiterhin mit ​den ⁠Nato-Verbündeten zusammenarbeiten und die ​regionalen ​Entwicklungen gemeinsam bewerten.

Am Montag hatte die Türkei das zweite Mal innerhalb einer Woche eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge von Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer fielen nach offiziellen Angaben auf freies Gelände im südtürkischen Gaziantep nahe der Grenze zu Syrien.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion zu Iran eine ballistische Rakete abgefangen, deren Trümmer in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche fielen. In beiden Fällen kam niemand zu Schaden. Unklar ist, welche Ziele die Raketen hatten. In der Türkei sind unter anderem auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik im Südosten des Landes US-Soldaten stationiert.

In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan dementierte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian, dass die abgefangenen Raketen iranischen Ursprungs seien, wie Ankara mitteilte. In einer Mitteilung der iranischen Regierung hieß es, der Vorfall solle untersucht werden.

Im Gespräch mit Pezeshkian habe Erdoğan sowohl die israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran als auch die iranischen Attacken auf mehrere Länder in der Region verurteilt, teilte das türkische Präsidialamt mit. Die iranischen Angriffe »auf die Bruderländer« nützten niemandem und müssten aufhören, forderte Erdoğan.

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svs/dpa