Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel will seine Bodeneinsätze im Libanon ausweiten. Deutschland und seine Partner wollen Israel von einer großen Bodenoffensive abhalten.
- Donald Trump drängt die Nato-Verbündeten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus – andernfalls werde das Bündnis vor einer »sehr schlechten Zukunft« stehen. Mehrere Länder, darunter Deutschland, erteilen der Forderung eine Absage.
- Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei hat die Angriffe der USA und Israels laut einem Bericht des britischen »Telegraph« nur durch einen Zufall überlebt.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Libanon steht vor einer brutalen Wahl: Hunderttausende Libanesen fliehen vor israelischen Angriffen, die von der Hisbollah provoziert wurden. Viele Dörfer des Südens liegen in Trümmern, die Menschen befürchten, nie wieder zurückkehren zu können. Droht ein zweites Gaza?
- Holt Trump sich die »verbotene Insel«? Das Pentagon schickt Elitesoldaten an den Persischen Golf. Sie könnten die Ölinsel Charg einnehmen. Doch die Gefahr wäre groß: Die Iraner verfügen über Seeminen, Antischiffsraketen und jede Menge Drohnen.
- Deutsche Soldaten in der Straße von Hormus? Auf keinen Fall! Oder? Der Kanzler beteuert: Die Bundeswehr hält sich raus aus dem Irankrieg. Aber der Druck auf Merz steigt. Einige seiner eigenen Leute denken sehr laut darüber nach, die Straße von Hormus mit deutscher Hilfe zu sichern.
- Kritik am Kurs des US-Präsidenten: Donald Trumps Feldzug gegen Iran ist in der US-Bevölkerung unbeliebt. Viele seiner MAGA-Ultras folgen ihm blind, doch an den Rändern bröckelt es.
- War es das mit dem Aufschwung? Die Unsicherheit über die Weltlage wird für die deutsche Wirtschaft zum Konjunkturrisiko.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
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Analyse: Trump sagt: »Wir brauchen niemanden«. Wirklich?
Es war eine typische Reaktion Donald Trumps. Keine 24 Stunden nachdem er die Alliierten in einem Interview aufgefordert hatte, die Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus mitzusichern, übte sich der US-Präsident in Trotz. Er habe vor allem sehen wollen, wie manche Länder auf die Anfrage reagieren würden, sagte Trump. »Wir brauchen niemanden.«
Trump und etliche seiner Minister haben in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass die USA sich um die Sicherheit in der Straße von Hormus kümmern würden. Unter anderem stellten sie einen militärischen Geleitschutz durch die U.S. Navy in Aussicht. Doch bisher ist davon wenig zu sehen. Das hat wohl seine Gründe.
Experten gehen davon aus, dass die USA dabei sehr wohl auf Hilfe von anderen Ländern angewiesen wären – zumindest, wenn sie wirklich einen Unterschied machen wollten. Nach Informationen von CNN sind derzeit knapp ein Dutzend US-Zerstörer, die für den Begleitschutz infrage kämen, in der Region.
Selbst wenn die Zerstörer nicht mehr in die Angriffe auf Iran eingebunden wären, würde es Berechnungen des »Economist« zufolge Monate bis Jahre dauern, bis die im Golf gestrandeten Schiffe heraus eskortiert wären. Und die Konvois könnten zahlenmäßig wenig dazu beitragen, zum Vorkriegsverkehr von 50 Öltankern am Tag zurückzukehren. Die Geleitflotte müsste also deutlich größer sein. Doch bis überhaupt weitere US-Zerstörer in der Region eintreffen, können Wochen vergehen.
Die Mission ist zudem nicht nur teuer und zeitaufwendig, sie ist auch äußerst riskant: Alle Einsatzkräfte, die die Tanker beschützen sollen, werden selbst zum Ziel. Um nicht noch mehr Unterstützung im Land zu verlieren, versucht die Trump-Regierung die Verluste so niedrig wie möglich zu halten. Mit seinem Rundumschlag im Weißen Haus wollte Trump wohl vor allem einen Eindruck zerstreuen: Dass er auf Hilfe angewiesen sein könnte.
Trump und etliche seiner Minister haben in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass die USA sich um die Sicherheit in der Straße von Hormus kümmern würden. Unter anderem stellten sie einen militärischen Geleitschutz durch die U.S. Navy in Aussicht. Doch bisher ist davon wenig zu sehen. Das hat wohl seine Gründe.
Experten gehen davon aus, dass die USA dabei sehr wohl auf Hilfe von anderen Ländern angewiesen wären – zumindest, wenn sie wirklich einen Unterschied machen wollten. Nach Informationen von CNN sind derzeit knapp ein Dutzend US-Zerstörer, die für den Begleitschutz infrage kämen, in der Region.
Selbst wenn die Zerstörer nicht mehr in die Angriffe auf Iran eingebunden wären, würde es Berechnungen des »Economist« zufolge Monate bis Jahre dauern, bis die im Golf gestrandeten Schiffe heraus eskortiert wären. Und die Konvois könnten zahlenmäßig wenig dazu beitragen, zum Vorkriegsverkehr von 50 Öltankern am Tag zurückzukehren. Die Geleitflotte müsste also deutlich größer sein. Doch bis überhaupt weitere US-Zerstörer in der Region eintreffen, können Wochen vergehen.
Die Mission ist zudem nicht nur teuer und zeitaufwendig, sie ist auch äußerst riskant: Alle Einsatzkräfte, die die Tanker beschützen sollen, werden selbst zum Ziel. Um nicht noch mehr Unterstützung im Land zu verlieren, versucht die Trump-Regierung die Verluste so niedrig wie möglich zu halten. Mit seinem Rundumschlag im Weißen Haus wollte Trump wohl vor allem einen Eindruck zerstreuen: Dass er auf Hilfe angewiesen sein könnte.
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Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
Israel ist seit Langem als regionale Atommacht bekannt – hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt. Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? »Israel würde so etwas niemals tun«, sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten.
Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: »Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.« Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.
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USA melden rund 200 verletzte Militär-Angehörige
Im Irankrieg sind nach Angaben der US-Armee bisher rund 200 Soldatinnen und Soldaten verwundet worden. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilt der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, mit. Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180 Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen.
Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen Angaben kamen im Irankrieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen Angaben kamen im Irankrieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
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Drohnenangriff soll Feuer auf wichtigem Ölfeld der Emirate ausgelöst haben
Ein Drohnenangriff hat ein Feuer auf einem wichtigen Ölfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelöst. Die Behörden in Abu Dhabi teilen mit, die Löscharbeiten auf dem Ölfeld Schah dauerten weiter an. Angaben zu Verletzten machten sie nicht.
Das Schah-Ölfeld liegt 230 Kilometer südlich der Stadt Abu Dhabi und fördert nach Angaben des staatlichen Energiekonzerns Adnoc pro Tag rund 70.000 Barrel Rohöl.
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Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Aus Israel heißt es, man plane den Krieg gegen Iran noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Iran will nun auch ein Signal der Stärke senden. Sein Land sei auf einen langen Krieg vorbereitet, sagte Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf der arabischen Tageszeitung »al-Arabi al-Dschadid«, aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden.
»Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen«, sagte Ghalibaf. Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Iran werde weiterkämpfen, »bis der Feind seine Aggression bereut« und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien.
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Militär: Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus
Während Deutschland und seine Partner Israel dazu aufrufen, auf eine Bodenoffensive im Libanon zu verzichten, weiten die israelischen Streitkräfte den Einsatz weiter aus. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.
»Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits »begrenzte und gezielte Bodeneinsätze« im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen. Im Libanon besteht die generelle Sorge einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
»Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits »begrenzte und gezielte Bodeneinsätze« im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen. Im Libanon besteht die generelle Sorge einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
Zerstörung im Libanon. Foto: Ankhar Kochneva / ZUMA Press / IMAGO
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Bericht des »Telegraph«: Mojtaba Khamenei überlebte Raketenangriff offenbar nur durch Zufall
Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei hat die Angriffe der USA und Israels offenbar nur durch einen Zufall überlebt. Das berichtet der britische »Telegraph« unter Berufung auf einen Audio-Mitschnitt. In der Aufnahme soll Protokollchef Mazaher Hosseini zu hören sein, wie er vor hochrangigen Geistlichen und Kommandanten berichtet, was beim Beschuss des Anwesens des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei passierte. Der »Telegraph« berichtet, die Aufnahme sei unabhängig überprüft und verifiziert worden.
Mojtaba Khamenei lebte dem Bericht zufolge in Teheran im gleichen Komplex wie sein Vater Ali Khamenei. Am 28. Februar habe der Oberste Führer hochrangige Sicherheitsbeamte zu einer Besprechung versammelt. Dann seien die Raketen um 9.32 Uhr in den Komplex eingeschlagen. Mojtaba Khamenei sei vor Ort gewesen, aber kurz vor dem Angriff nach draußen gegangen »um etwas zu erledigen«, so zitiert der »Telegraph« Protokollchef Hosseini. Er sei durch den Angriff leicht am Bein verletzt worden. Sein Vater sowie seine Frau und sein Sohn kamen bei dem Angriff ums Leben.
Mojtaba Khamenei lebte dem Bericht zufolge in Teheran im gleichen Komplex wie sein Vater Ali Khamenei. Am 28. Februar habe der Oberste Führer hochrangige Sicherheitsbeamte zu einer Besprechung versammelt. Dann seien die Raketen um 9.32 Uhr in den Komplex eingeschlagen. Mojtaba Khamenei sei vor Ort gewesen, aber kurz vor dem Angriff nach draußen gegangen »um etwas zu erledigen«, so zitiert der »Telegraph« Protokollchef Hosseini. Er sei durch den Angriff leicht am Bein verletzt worden. Sein Vater sowie seine Frau und sein Sohn kamen bei dem Angriff ums Leben.
Ein Demonstrant in Paris zeigt ein Porträt von Mojtaba Khamenei. Foto: Martin Lelievre / AFP
Mojtaba Khamenei wurde zum Nachfolger seines Vaters bestimmt, hat sich seit dem Angriff aber bislang nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Das hat Zweifel an seinem Gesundheitszustand geschürt. US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich sogar, es sei unklar, ob Khamenei überhaupt am Leben sei. »Viele Leute sagen, er sei schwer entstellt. Sie sagen, er habe ein Bein verloren und sei sehr schwer verletzt worden. Andere sagen, er sei tot«, sagte Trump.
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Liebe Leserinnen und Leser, die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was am Montag geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen

