SpOn 16.07.2026
18:57 Uhr

Istanbul: Touristen in Hagia Sophia festgenommen – weil sie aus Bibel vorgelesen haben sollen


Seit 2020 ist sie wieder eine Moschee: Touristen sollen in der weltberühmten Hagia Sophia in Istanbul laut aus der Bibel vorgelesen haben. Gegen die beiden wird nun wegen »Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit« ermittelt.

Istanbul: Touristen in Hagia Sophia festgenommen – weil sie aus Bibel vorgelesen haben sollen

Zwei Touristen sind in Istanbul festgenommen worden, weil sie im Besucherbereich der berühmten Sehenswürdigkeit und heutigen Moschee Hagia Sophia laut aus der Bibel vorgelesen haben sollen. Gegen die beiden werde wegen »Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit« ermittelt, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu in der Türkei.

Der Vorfall habe sich bereits am Dienstag ereignet. Die Touristen seien von der Polizei festgenommen und dann der Migrationsbehörde übergeben worden. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass  handelt es sich um russische Staatsbürger. Das Konsulat untersuche die Umstände der Inhaftierung.

Sehenswürdigkeit mit bewegter Geschichte

Die Hagia Sophia hat eine bewegte Geschichte: Sie wurde im 6. Jahrhundert nach Christus von Kaiser Justinian als Kirche erbaut und nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) 1453 durch die Osmanen in eine Moschee umgewandelt.

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Auf Anordnung des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk wurde das Gebäude 1934 zum Museum. Im Sommer 2020 ließ der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umwandeln.

aeh/dpa