Ein 16-Jähriger wurde vor fünf Monaten in einem Supermarkt in Nordrhein-Westfalen erstochen. Der mutmaßliche Angreifer hat die Tat nun gestanden, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Demnach sagte der 33-Jährige zu Beginn des Mordprozesses am Landgericht Detmold, er habe zweimal auf den Jugendlichen eingestochen.
Der Staatsanwaltschaft zufolge soll der Mann dem Schüler am 20. Oktober in den Supermarkt in Lemgo bei Bielefeld gefolgt sein. Danach soll er zweimal mit einem Küchenmesser in den Oberkörper und in den Kopf des Jugendlichen eingestochen habe – vor den Augen von Kunden und Beschäftigten.
Polizisten am Tatort
Foto: Christian Müller / dpaDas Tatgeschehen im Supermarkt lässt sich dem Gericht zufolge durch Überwachungskameras nachverfolgen. Verteidiger Jerrit Schöll sagte laut Nachrichtenagentur dpa, sein Mandant wolle die volle Verantwortung für seine Tat übernehmen.
Der Angeklagte berichtete von Drogenabhängigkeit und mehreren stationären Aufenthalten wegen psychischer Erkrankungen. Auch am Tatabend habe er Amphetamine und Alkohol konsumiert. Er sei vor der Tat wütend und in aggressiver Stimmung gewesen. Sein späteres Opfer habe er nicht gekannt, sagte der Angeklagte laut dpa.
Für den ersten Prozesstag waren mehrere Zeugen geladen, auch zwei Begleiter des 16-Jährigen, die damals fliehen konnten. Die Eltern des Jungen traten als Nebenkläger auf.
