SpOn 12.03.2026
07:49 Uhr

Lufthansa: Zweitägiger Pilotenstreik hat begonnen


Wer von München oder Frankfurt fliegen oder dort mit dem Flugzeug ankommen will, könnte am Donnerstag und Freitag auf Probleme stoßen. Die Lufthansa-Piloten streiken. Viele Flüge finden wohl trotzdem statt.

Lufthansa: Zweitägiger Pilotenstreik hat begonnen

Bei der Lufthansa hat am Morgen ein Pilotenstreik begonnen, der zwei Tage dauern soll. Flugausfälle sind vor allem an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu erwarten. Das Unternehmen hat aber zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke könnten sogar 60 Prozent der Flüge starten.

Zuvor hatte bereits die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartet rund 300 Flugausfälle pro Tag. Das ergebe eine ausreichende Streikwirkung und sei Teil der gewerkschaftlichen Strategie.

Bei der ersten Streikwelle am 12. Februar waren rund 800 Flüge und damit mehr als das Doppelte ausgefallen. Damals hatte sich auch die Kabinengewerkschaft Ufo an dem Ausstand beteiligt.

Lufthansa setzt auf größere Flugzeuge und freiwillige Crews

Lufthansa will nach eigener Ankündigung größere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen.

Von Ausfällen betroffene Gäste würden aktiv per E-Mail benachrichtigt, hat das Unternehmen angekündigt. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist. Flüge ins Krisengebiet Nahost sollen nicht bestreikt werden.

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Die Gewerkschaft hat die mehr als 5000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen sollte. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.

Man erwarte in beiden Konflikten ein verhandlungsfähiges Angebot, so die VC. Lufthansas Personalvorstand Michael Niggemann hat den neuerlichen Streik als unnötige Eskalation verurteilt.

kko/dpa