Nick Reiner darf das Geld seiner Eltern nicht verwenden, um davon seine Gerichtskosten und Ausgaben im Gefängnis zu zahlen. Die Treuhänder haben einen entsprechen Antrag des 32-jährigen Angeklagten abgelehnt, der des Mordes an seinen Eltern Rob Reiner und Michele Singer Reiner beschuldigt wird.
Reiner hatte im Juni bei einem kalifornischen Gericht einen Antrag auf Zugriff auf den Treuhandfonds eingereicht, den seine Eltern 1993 nach seiner Geburt in seinem Namen eingerichtet hatten. Er behauptet, dieser belaufe sich auf mehr als 1,5 Millionen Dollar.
»Slayer Statute« gegen mutmaßliche Mörder
Wie die »New York Times« berichtet haben sich die Treuhänder in Anfang August eingereichten Gerichtsunterlagen gegen Reiners Antrag ausgesprochen und dabei ein kalifornisches Gesetz angeführt, das als »Slayer Statute« bekannt ist. Dieses Gesetz verhindert, dass Personen Geld oder Eigentum von einer Person erben, die sie »vorsätzlich und in krimineller Absicht« getötet haben.
Der Regisseur und Hollywoodstar Rob Reiner und seine Frau, die Fotografin und Produzentin Michele Singer Reiner, wurden am 14. Dezember in ihrem Haus im Stadtteil Brentwood in Los Angeles erstochen. Nick Reiner wurde wenige Stunden später festgenommen. Er hat auf nicht schuldig plädiert.
In einer Stellungnahme wies eine Anwältin von Reiner die Behauptung zurück, dass das kalifornische Gesetz bei ihrem Mandanten Anwendung finde. »Das ›Slayer Statute‹ erfordert eine rechtskräftige Verurteilung, nicht bloß eine Anschuldigung«, sagte sie und fügte hinzu: »Für Nick gilt die Unschuldsvermutung, er wurde in keiner Sache verurteilt.«
Eine Anhörung in dem Fall ist für Montag angesetzt. Reiner wurde im Juli von einer Grand Jury wegen Mordes angeklagt und muss am 15. September vor Gericht erscheinen.
