Einen ungewöhnlichen Fund hat es bei Bauarbeiten in Oberwesel gegeben: Am Rhein sei eine fast 70 Jahre alte Flaschenpost entdeckt worden, berichten der SWR und die »Rhein-Zeitung« .
Der Landschaftsgärtner Jonas Wolf habe die alte Sektflasche in seiner Baggerschaufel erblickt, berichtete der SWR. Mit seinem Bagger habe er Stücke einer Bodenplatte ausgehoben, die zu einem Brückenbauwerk gehörte, das abgerissen werden sollte. Er habe die Flasche dann näher betrachtet und festgestellt, dass sich ein Stück Papier darin befinde.
»Nur die Jahreszahlen konnte man erkennen und dass hintendrauf was geschrieben war«, sagte Wolf. Er habe die Flasche dann seinem Bauleiter gegeben, der sie wiederum dem Stadtbürgermeister Jan Zimmer (CDU) überreichte. Da es nicht möglich gewesen sei, das Papier heil aus der Flasche zu bekommen, entschied man sich dem Bericht zufolge schließlich, die Flasche zu zerstören.
Speisekarte soll ins Museum
Darin steckte die Mittagskarte eines Rheindampfers mit dem Datum 16. Juli 1958. »Demnach gab es an diesem Tag auf der ›Drachenfels‹ unter anderem ›Wellfleisch, dicke junge Bohnen und Salzkartoffeln‹ für zwei Deutsche Mark«, so der SWR.
Auf der Rückseite stand dem Bericht zufolge eine handschriftliche Notiz auf Französisch, verfasst von einem jungen Ehepaar, das wohl auf der Suche nach Brieffreunden war. Stadtbürgermeister Zimmer plane nun, die Mittagskarte im Stadtmuseum auszustellen. Zudem wolle er die Absender der Flaschenpost oder deren Nachkommen finden.
Clint Buffington aus Utah sammelt Flaschenpost und versucht, Kontakt zu den Absendern aufzunehmen. Lesen Sie hier mehr zu dem ungewöhnlichen Hobby.
