Skirennfahrerin Emma Aicher hat den Gewinn des Abfahrts-Weltcups verpasst. Die 22-Jährige wurde bei der Abfahrt von Kvitfjell nur Fünfte und konnte die im Klassement führende Laura Pirovano nicht von der Spitze verdrängen. Ganz im Gegenteil: Die Italienerin gewann das Rennen in Norwegen und holte sich die kleine Kristallkugel als Saisonbeste in der Disziplin. Die 28-Jährige fuhr zum dritten Abfahrtssieg nacheinander und hatte am Ende 83 Punkte Vorsprung vor Aicher.
Aicher gab sich trotz der verpassten Kugel zufrieden. »Ich habe schon vor dem Wochenende gesagt: Alles, was noch passiert, ist ein Bonus. Vor dieser Saison war ich ja nirgends«, sagte Aicher nach dem Rennen.
Ihre Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann kam hinter Pirovano und Olympiasiegerin Breezy Johnson aus den USA auf den dritten Platz des Tages. 0,25 Sekunden fehlten Weidle-Winkelmann zum ersten Weltcup-Sieg der Karriere. Dadurch schaffte sie es zudem nicht, in der Jahreswertung hinter Pirovano, Aicher und Johnson unter die besten Drei zu kommen.
Shiffrin in der Pole Position
Für Aicher bedeutete der fünfte Platz auch, dass sie in der Gesamtwertung weniger Druck auf Mikaela Shiffrin aufbauen konnte als erhofft. Die Amerikanerin ließ die Abfahrt aus, Aicher verkürzte den Rückstand vor den letzten drei Rennen aber nur auf 95 Punkte. Shiffrin gilt vor allem im Slalom und auch im Riesenslalom als Favoritin. In Kvitfjell steht am Sonntag ab 10.45 Uhr zunächst der Super-G an, den Shiffrin ebenfalls fahren will (ZDF und Eurosport).
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Für Aicher wäre der Gewinn des Gesamtweltcups ein Coup. Aus Deutschland gewannen bislang nur Rosi Mittermaier (1976), Katja Seizinger (1996 und 1998) sowie Maria Riesch (2011) die Gesamtwertung.
Die 22 Jahre alte Allrounderin Emma Aicher war mit zwei Silbermedaillen einer der Stars von Olympia. Manche wollten, dass sie sich spezialisiert – auf Abfahrt oder Slalom. Wieso ihr Trainer andere Pläne hatte, lesen Sie hier .
